Wir sterben dann mal aus

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oder wenn in dynamischen Populationen Affen Affen essen…

Eine Studie des Institute of Environment and Natural Resources, Makerere University, Kampala, Uganda, in Zusammenrbeit mit dem Department of Evolutionary Anthropology, Duke University, Durham, North Carolina, dem King Khalid Wildlife Research Centre, Riyadh, Kingdom of Saudi Arabia und dem Department of Anthropology, University of Michigan, Ann Arbor, Michigan ueber Affenpopulationen im Kibale Nationalpark in Uganda kommt zu dem Schluss, dass Affen Affen jagen.

Der 776 QKM grosse Nationalparkt beheimatet 13 Primartenarten wobei die Populationsdynamiken von 8 dieser Arten Gegenstand der 32.9 Jahre langen Langzeitstudie waren. In diesem Zeitraum erfuhr die Population des Roten Stummelaffen, welch ein knuffiger Kerl, einen Zurueckgang von fast 90%, waehrend zwei weitere Arten ebenfalls zurueck gingen und der drei anstiegen.

Als Ursachen wurden Waldrueckgang, Krankheit, Nahrungsmittelmangel und interspezifische Konkurrenz ausgeschlossen, die bewaldete Flaeche des Parks wuchs sogar an. Als einzige Erklaerung fuer die Entwicklung der Population dient die Praedation, bei denen eine Art (der Praedator oder Raeuber) die andere Art (Beute) toetet und als Nahrungs-Ressource nutzt. Mit der gleichzeitigen Abnahme der Rote Stummelaffenpopulation gab es eine Zunahme in den Zusammentreffen mit Schimpansenjaegergruppen, die als einzige fuer den drastischen Rueckgang der erstgenannten verantwortlich gemacht werden koennen.

Diese Studie zeigt zwei interessante Schlussfolgerungen, erstens:

“The Ngogo primate community seemed to be in a nonequilibrium state, changing from one dominated by two species, a folivore (red colobus) and a frugivorous omnivore (redtails), to one dominated by three species of frugivorous omnivores (redtails, angabeys, and chimpanzees).”

was interessant im Bezug auf das Verstaendnis von dynamischen Populationen ist und zweitens:

“This seems to be the first documented case of predation by one nonhuman primate causing the population decline in another”

mit einem Rueckgang von fast 90% kann man schon beinahe von einer bedrohten Art sprechen. Zumindestens in Uganda.

Quelle:
Lwanga, J.S., Struhsaker, T.T., Struhsaker, P.J., Butynski, T.M., & Mitani, J.C. (2011). Primate Population Dynamics Over 32.9 Years at Ngogo, Kibale National Park, Uganda. American Journal of Primatology, 73, 997-1011.

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One thought on “Wir sterben dann mal aus

    Dillerbse said:
    June 20, 2012 at 11:24 am

    Immer auf die kleinen Rothaarigen! ;ö(

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